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Fachtagung 2009

Die österreichische Estrich-Community gab anlässlich der Generalversammlung am 26. November ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Heuriger Tagungsstandort war die Firma Steinbacher Dämmstoffe in Erpfendorf in Tirol.

„Gemeinsam statt einsam“, so könnte man in einem Satz die Generalversammlung des Verbandes der Österreichischen Estrich-Hersteller (VÖEH) auf den Punkt bringen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen die Mitglieder des Verbandes auch weiterhin auf Qualität. Im Mittelpunkt der VÖEH-Arbeit steht ein kontinuierlicher Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter den Mitgliedern sowie Bewältigungsstrategien zu branchenspezifischen Problemen in Zusammenarbeit mit anderen Gewerken und vor allem Planern. Eine Marketingkampagne soll für die notwendige Öffentlichkeit sorgen.

Quer denken, geradlinig handeln
Bei der heurigen Generalversammlung fungierte das regional verankerte Familienunternehmen Steinbacher Dämmstoffe mit Sitz in Erpfendorf (Bezirk Kitzbühel)  als Gastgeber. „Wer Gutes bewahren will, muss neue Wege gehen. Wer neue Wege gehen will, muss Mut haben, anders zu denken“. Mit dieser Philosophie entwickelte Firmengründer Eduard Steinbacher in den 60er Jahren einen kleinen Reparaturbetrieb für Autostoßdämpfer zu einem Vorzeigbetrieb. Das Unternehmen beschäftigt ca. 300 Mitarbeiter und zählt zu den drei führenden Dämmstoffproduzenten Österreichs. 2005 kürte das Wirtschaftsblatt Steinbacher zu Tirols bestem Familienbetrieb. 2008 wählten führende österreichische Bauunternehmer im Branchenmagazin SOLID Steinbacher zum besten Dämmstoff-Lieferanten.

Obfrau Christa Pachler freute sich bei ihrer Begrüßung, dass nach längerer Zeit eine Generalversammlung „wieder in Westen von Österreich stattfindet“ und bedankte sich bei Mag. Roland Hebbel von Steinbacher Dämmstoffe für das herzliche Willkommen. Mag. Hebbel nutze auch die Gelegenheit das Unternehmen kurz vorzustellen: „Unsere Produkte werden für Menschen entwickelt und bieten ihnen einen unmittelbaren Nutzen. Die Freude darüber ist integraler Bestandteil unserer Familien- und Unternehmenskultur. Mit dem Jahrzehnte lang gewachsenen Knowhow bietet Steinbacher nachhaltige Lösungen zum Energiesparen.“

Unser Standpunkt hat Gewicht
Zu Beginn der Generalversammlung stellte Obfrau Christa Pachler die aktuelle Marketing-Kampagne vor. Unter der Headline „Unser Standpunkt hat Gewicht“ versucht der VÖEH der Fachöffentlichkeit die spezifischen Probleme der Estrichbranche zu vermitteln. „Viele Fehler bei Vorhaben könnten schon in der Planung vermieden werden. Gerade für den Estrichleger ist es wichtig, dass die Koordination zwischen den einzelnen Gewerken reibungslos funktioniert. Unsere Kampagne soll dazu beitragen, dieses wichtige Thema ins Gedächtnis der Verantwortlichen zu rufen“, erklärte Pachler die Intention des VÖEH. Die Umsetzung wird wieder von der erfahrenen Werbeagentur  mentor communications durchgeführt. Ein weiteres Ziel der Werbekampagne ist auch, durch gemeinsames Marketing die Zusammengehörigkeit des Verbandes stärken. Zum Abschluss ihres Vortrages gab die VÖEH-Obfrau noch einen kurzen Rückblick über die VÖEH-Aktivitäten 2009.

Spannende Werksführung
Anschließend lud Steinbacher zu einer Werksführung ein. Pro Jahr stellt Österreichs einziger Dämmstoff-Komplettanbieter rund 9,8 Mio. Quadratmeter Dämmplatten und ca. 26 Mio. Laufmeter Rohrisolierungen her. Sämtliche Produkte werden zum Schutz von Klima und Umwelt HFCKW- und HFKW-frei produziert. Etwa zwei bis drei Millionen Euro investiert Steinbacher jährlich in die Erneuerung der Produktionsanlagen. Die Zukunft sieht man bei Steinbacher optimistisch: „Der Bedarf an Dämmstoffen werde in den nächsten Jahren steigen“. Zusätzlich setze man große Hoffnungen in den osteuropäischen Markt.

Ultra-Triathlon trifft Business
Nach der Werksführung hielt Oskar Fleischanderl das Hauptreferat der Generalversammlung, das unter dem Motto „Ultra-Triathlon trifft Business“ stand. Der Referent Oskar Fleischanderl, geschäftsführender Prokurist der Trockenbaufirma Schobersberger“ hat sich für seine Freizeit ein beinhartes „Hobby“ ausgewählt. Nämlich den Ultra-Triathlon, was bedeutet: 11,4 km schwimmen, 540 km Rad fahren und als Draufgabe noch 126,6 km laufen.  Eine Gewaltleistung die einem dreifachen „Ironman“ gleich kommt.  Oskar Fleischander benötigt für so eine Gewaltleistung ca. 43 Stunden und 50 Minuten und verbrennt dabei rund 16.000 Kalorien. So eine Anstrengung schafft man nur durch eine konsequente Vorbereitung.  50 Wochen Trainingsvorbereitung mit bis zu 20 Stunden pro Woche sind dafür notwendig. Dafür benötigt man nicht nur einen eisernen Willen, sondern auch ein perfektes Zeitmanagement. Oskar Fleischanderl gab in seinem Vortrag einen Einblick, wie er sich organisiert und damit Beruf und Sport erfolgreich unter einen Hut bringt und welche Parallelen dabei zu finden sind. Für die Zuhörer packend, interessant, informativ und motivierend den eigenen Körper wieder einmal in Sachen Sport etwas zu fordern. Im Anschluss hatte man bei einem gemeinsamen Abendessen noch ausreichend Gelegenheit, die verschiedenen Themen der Generalversammlung Revue passieren zu lassen.

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