Estrich News

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CEM II - Estrichzemente – der Umwelt zuliebe

Klimawandel, Erderwärmung, Treibhauseffekt – nie war es wichtiger als heute, konsequente Schritte gegen die Veränderung unserer Erdatmosphäre zu unternehmen. Der Vorteil von CEM II-Zementen ist der geringere Klinkeranteil, dadurch tragen diese Zemente wesentlich zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei.

In Österreich werden jährlich ca. 11 Millionen Quadratmeter Estrich verlegt, wovon ungefähr 90% in zementärer Bauweise ausgeführt werden. Das bedeutet, dass bei einem durchschnittlichen Zementgehalt von ca. 140 kg pro Tonne oder ca. 280 kg/m³ Gesamtmaterialbedarf, bei einer Durchschnittstärke von 5 - 6 cm Estrich, ca. 155 000 Tonnen Zement jährlich für die Produktion von Estrichen benötigt wird. Hochgerechnet ergibt das bei 11 Millionen Quadratmeter, bei 110 kg/m² Material, ca. 1.100.000 Tonnen Material gesamt.

Reduktion von CO2 Emissionen
In modernen Zementanlagen ist das verfahrenstechnische Potential, CO2 Emission zu reduzieren, praktisch ausgeschöpft. Auch die Einsatzrate von alternativen Brennstoffen wird unter Berücksichtung der Produktqualität weiter erhöht. Jedoch ist deren CO2-Einsparpotential begrenzt, da die meisten in der Zementindustrie verwendeten alternativen Brennstoffe in einer Ökobilanz nicht CO2 neutral gerechnet werden. Der größte Anteil der CO2 Emissionen bei der Portlandzementherstellung (ca. 60 %) ist Rohstoff bedingt, da beim Brennen des Portlandzementklinkers der Kalkstein entsäuert wird. Daher kommt der Entwicklung von Zementen mit geringeren Gehalten an Portlandzementklinker große Bedeutung zu.

Qualität und Umweltschutz
Estrich muss sich auf Grund seiner Frischbetoneigenschaften in einem bestimmten Zeitfenster verarbeiten lassen und ausreichend tragfähig sowie rissfrei sein. Er muss zügig austrocknen, ohne dass es infolge Schwindens zu irreversiblen Verformungen bzw. zu Schäden kommt. Die Verarbeitbarkeit eines Estrichs wird hauptsächlich von der Art und der Menge der Gesteinskörnung beeinflusst. Positiv auf die Verarbeitbarkeit eines Estrichs, kann sich aber auch ein fein aufgemahlener Kalkstein in einem CEM II Zement auswirken. Auf frisch hergestellten Estrichbetonoberflächen mit Portlandzement oder grob aufgemahlenen Portlandhüttenzementen kann häufig ein Absondern des Anmachwassers – das so genannte Bluten beobachtet werden. Je feiner der Zement aufgemahlen ist, je höher ist sein Wasserrückhaltevermögen und damit verbunden, eine geringere Blutneigung.

Zemente im Einklang mit der Natur
Wie in jeder Branche ist es auch in der Zementindustrie oberstes Ziel, neben normenkonformen Produkten, vor allem den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Daneben ist es die Verpflichtung einer energieintensiven Industrie, wie es die Zementindustrie nun einmal ist, durch aktive Maßnahmen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Daher werden von der Zementindustrie spezielle Zemente für die Estrichherstellung angeboten.

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