Estrich News

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Interview mit VÖEH Obfrau Christa Pachler zum Thema
Teamarbeit für die Estrichhersteller

(Juni 2009)

Estrich Aktuell:
Die Zeichen stehen in Sachen österreichische Wirtschaft auf Sturm. Die Weltweite Finanzkrise und ein stagnierendes Wirtschaftswachstum in Österreich verunsichert viele UnternehmerInnen. Beispielsweise klagen die Autozulieferer schon über einen massiven Auftragsrückgang. Wie stellt sich die Situation in der Estrichbranche dar?

Pachler:
Die Estrichbranche ist, wie der gesamte Bausektor, sehr von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Die erwartete Stagnation im nächsten Jahr wird zu einer sehr angespannten Situation führen. Die Frage ist, ob die geplanten Schritte zur Konjunkturbelebung die Entwicklung entsprechend abfedern können.  Die Baubranche befindet sich sowieso permanent in einer beinharten Preisschlacht. Der Bereich Estrich ist davon besonders betroffen.

Estrich Aktuell:
Was bedeutet diese angesprochene „Preisschlacht" für die Qualität in der Ausführung?

Pachler:
Die Qualität bleibt da leider des öfteren auf der Strecke. Das führt einerseits zu unzufriedenen Auftraggebern, damit verbundenen Sanierungskosten, und andererseits zu einem negativen Image der gesamten Estrichbranche. Der VÖEH setzt hier einen Kontrapunkt. Die Mitglieder des VÖEH fühlen sich der Qualität verpflichtet. Wer ein VÖEH-Mitgliedsunternehmen auswählt, entscheidet sich nicht nur für eine fachgerechte Ausführung,  sondern auch für einen attraktiven Preis. Als Obfrau des VÖEH sehe ich es als außerordentlich wichtig, Aufklärungsarbeit für diesen Qualitätsanspruch bei den verschiedenen Auftraggebern zu betreiben.

Estrich Aktuell:
Sie sind nun seit 3 Jahren Obfrau des VÖEH. Was sind ihre Arbeitsschwerpunkte?

Pachler:
Das Aufgabengebiet ist vielseitig. Ich möchte aber vorausschicken, dass nicht ich alleine, sondern der VÖEH-Vorstand als Kollektiv sich der Herausforderung stellt die berechtigten Ansprüche der Estrichhersteller einer Fachöffentlichkeit näher zu bringen. Hier ist noch eine Menge Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich sehe mich als Sprecherin eines starken Teams.

Estrich Aktuell:
Was für Maßnahmen werden konkret gesetzt.

Pachler:
Der VÖEH versucht zum Beispiel im Rahmen einer Marketingkampagne auf die Problematik der Estrichbranche aufmerksam zu machen. Das Schwerpunktthema des Verbandes für das Jahr 2008 lautet: „Estrich braucht Teamarbeit". Ich denke unsere Meinungsbildung in diesem Bereich ist ein wichtiger Impuls um in einen konstruktiven Dialog, gerade mit den Planern, treten zu können und damit zukünftige Fehlerquellen schon im Ansatz  zu beseitigen.  Neue Mitglieder für den Verband zu gewinnen ist mir ein besonderes Anliegen und möchte ich dazu erwähnen, dass wir mit über 40 Unternehmen den höchsten Mitgliederstand haben, den der Verband je hatte. Ebenso wichtig ist mir auch Fachinformationen sowie Neuerungen (ÖNORMEN) an die Mitglieder weiterzugeben.

Estrich Aktuell:
Abschließend eine Frage an die Estrichexpertin: Was ist ihrer Meinung nach das Geheimnis eines qualitativ hochwertigen Estrichs?

Pachler:
Geheimnisse gibt es nicht. Heute sind vor allem qualitativ hochwertige Baustoffe sowie auch schnelle Herstellungs- und Verlegetechniken gefragt. Damit wird Know-how und Erfahrung gerade im Estrichbereich immer wichtiger. Auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind entscheidende Faktoren, welche die Belagsverlegung stark beeinflussen.

Estrich Aktuell:
Wir danken für das Gespräch.

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