CEM II - Estrichzemente – der Umwelt zuliebe

Klimawandel, Erderwärmung, Treibhauseffekt – nie war es wichtiger als heute, konsequente Schritte gegen die Veränderung unserer Erdatmosphäre zu unternehmen. Im Rahmen der VÖEH–Generalversammlung erläuterte Dr.-Ing. Volkert Feldrappe die Vorteile von CEM II-Zementen, die durch ihren geringeren Klinkeranteil wesentlich zur  

Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen.

In Österreich werden jährlich ca. 25 Millionen Quadratmeter Estrich verlegt, wovon ungefähr 70% in Zement gebundener Bauweise ausgeführt werden. Das bedeutet, dass bei einem durchschnittlichen Zementgehalt von ca. 280 kg/m³ Estrich ca. 285 kt Zement jährlich für die Produktion von Estrichen benötigtwird.

Reduktion von CO2 Emissionen

In modernen Zementanlagen ist das verfahrenstechnische Potential CO2 Emission zu reduzieren praktischausgeschöpft. Auch die Einsatzrate von alternativen Brennstoffen wird unter Berücksichtung der Produktqualität weiter erhöht. Jedoch ist deren CO2-Einsparpotential begrenzt, da die meisten in der Zementindustrie verwendeten alternativen Brennstoffe in einer Ökobilanz nicht CO2 neutral gerechnet werden. Der größte Anteil der CO2 Emissionen bei der Portlazmentherstellung (ca. 60 %) ist Rohstoff bedingt, da beim Brennen des Portlandzementklinkers der Kalkstein entsäuert wird. Daher kommt der Entwicklung von Zementen mit geringeren Gehalten an Portland zementklinker, wie dem von Lafarge Perlmooser entwickelten Portlandkompositzement CEM II/BM (S-L) – “Der Rote bzw. Der Top - rote“ – große Bedeutung zu.

Qualität und Umweltschutz

Estrich muss sich auf Grund seiner Frischbetoneigenschaften in einem bestimmten Zeitfenster verarbeiten lassen und ausreichend tragfähig sowie rissfrei sein. Er muss zügig austrocknen, ohne dass es infolge Schwindens zu irreversiblen Verformungen bzw. zu Schäden kommt. Die Verarbeitbarkeit eines Estrich betons wird hauptsächlich von der Art und der Menge der Gesteins -körnung beeinflusst. Der fein aufgemahlene Kalkstein im CEM II/BM (S-L) wirkt sich ebenfalls positivauf die Verarbeitbarkeit des Betons aus. Auf frisch hergestellten Estrichbetonoberflächen mit Porlandzement oder grob aufgemahlenen Portlandhüttenzementen kann häufig ein Absondern des Anmachwassers – das so genannte Bluten beobachtet werden. Je feiner der Zement auf gemahlen ist – eine Voraussetzung damit der von Lafarge Perl mooser entwickelte CEM II/B-M (S-L) ein mit Portlandzementen vergleichbares Festigkeitsniveau erreicht – je höher ist sein Wasserrückhalte vermögen und damit je geringer seine Blutneigung.

Zemente im Einklang mit der Natur

Dazu Dr.-Ing. Volkert Feldrappe vom Lafarge Cement Technical Center: „Wie in jeder Branche ist es auch in der Zementindustrie oberstes Ziel neben normenkonformen Produkten vor allem den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Daneben ist es die Verpflichtung einer energieintensiven Industrie, wie es die Zementindustrie nun einmal ist, durch aktive Maßnahmen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“. 



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