Estrich in Bewegung
Schon bei der Planung, Baudurchführung und natürlich auch zum Übergabezeitpunkt muss berücksichtigt werden, dass Estriche während ihrer Herstellung und in der Austrocknungsphase Beanspruchungen unterliegen.
Der VÖEH ist eine Vereinigung von führenden Unternehmen auf dem Sektor Estrich und Industriefußböden. Mitglieder sind Estrichlegerfirmen und in die Estrichverarbeitung involvierte Industriebetriebe. Zweck des Verbandes ist die Zusammenfassung jener Fachunternehmen, die Estriche aller Art und Industriefußböden sowie verwandte und ergänzende Arbeiten (wie Imprägnierungen, Versiegelungen, Beschichtungen etc.) durchführen und die dazugehörigen Vor- und Nebenleistungen zur Erzielung eines funktionsgerechten Fußbodenaufbaues erbringen.
Das Schwerpunktthema des Verbandes der Österreichischen Estrich-Hersteller (VÖEH) für das Jahr 2011 lautete: „Estrich in Bewegung“. Mit verschiedensten Maßnahmen wurde die Problematik der Estrichherstellung in Bezug auf Risse in den letzten Monaten in die Fachöffentlichkeit gebracht. Ein Beispiel dafür ist die vorliegende Ausgabe des Österreichischen Trockenbaujournals. Da der VÖEH keine eigene Verbandszeitung herausgibt, unterstützt der VÖTB die Kooperation des VÖEH mit dem Österreichischen Kommunal-Verlag (Herausgeber des Trockenbaujournals). So kann jährlich eine Trockenbaujournal-Ausgabe um das Thema Estrich erweitert werden. Dabei werden die Ziele des VÖEH, Objektberichte, Fachartikel sowie Produktneuheiten in kompakter Form kommuniziert.
Kein Bauteil wird im Ausbau so beansprucht wie der Estrich. Bauliche Gegebenheiten werden oft vernachlässigt. Deshalb muss ein normgerechter Estrich schon in der Planung berücksichtigt und von einem Fachbetrieb verlegt werden.
Probleme bei der Estrichherstellung könnten schon im Vorfeld vermieden werden. Die Bedeutsamkeit des Estrichs wird auf der Baustelle erst bewusst, wenn Fehler auftreten. Deshalb ist es besonders wichtig, dass schon in der Planungsphase auf die Vorraussetzungen für eine sachgerechte Estrichverlegung Rücksicht genommen wird. Eine nachträgliche Änderung der vorgesehenen Estrichstärke geht oft auf Kosten der Wärmedämm- und Trittschallqualität.
Deshalb versucht der VÖEH im Rahmen einer Marketingkampagne auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Dies ist ein wichtiger Impuls um in einen konstruktiven Dialog treten zu können und zukünftige Fehlerquellen schon im Ansatz zu vermeiden.

