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Fachtagung 2020

Unter besonderen Bedingungen und in reduzierter Form lief die diesjährige Generalversammlung des VÖEH ab. Das für die Netzwerkarbeit beliebte Abendprogramm musste heuer ausfallen, das Tagesprogramm fand unter Einhaltung der COVID 19-Sicherheitsvorkehrungen wie geplant statt.

Die Generalversammlung des VÖEH führte am 8. Oktober 2020 in das Hotel Loisium in Ehrenhausen in der Steiermark. Gastgeber war diesmal die Firma Lafarge. Unter Einhaltung aller COVID 19-Sicherheitsmaßnahmen – Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmöglichkeiten, Sitzplätze im 1-Meter-Abstand – ging die Generalversammlung des VÖEH problemlos über die Bühne. Roll-ups machten zusätzlich auf die Hygienemaßnahmen aufmerksam und Ausgabestellen beim Buffet sorgten für sichere Verköstigung. Trotz dieser schwierigen Umstände waren Teilnehmer von 41 der 66 Mitgliedsbetriebe gekommen, um über die neuesten Aktivitäten des Verbandes informiert zu werden.

Fachvorträge
Das Programm eröffnete Rechtsanwalt Dr. Walter Löbl mit dem Thema „Vertragsrechtliche Fragen zu Terminverschiebungen durch nicht vom Estrichleger verschuldete Umstände“ und gab eine interessante Einführung in die Problematik geänderter Termine, Verzug, Vertragsstrafe sowie die Leistungsabweichung und ihre Folgen. Nach dem Mittagsimbiss sprach Bausachverständiger Gerhard Tikal über „Oberflächenqualitäten des Estrichs – Schnittstelle Estrich/Boden – Schadensfälle“. Dabei ging es um Normen und Normenanforderungen und das Fehlen genauer Werte oder Angaben und er besprach Merkblätter zu den Regeln der Technik. Weiters ging er der Frage nach „Was können Estriche und warum tun sie es manchmal nicht?“ und brachte dazu anschauliche Beispiele. Für den Gastgeber Lafarge stellte DI Anja Ebenschweiger das Produkt „Airium“ vor, ein mineralischer Dämmstoff auf Zementbasis, der aufgrund seiner Eigenschaften (frische Produktion vor Ort, schaumiges Material, welches erst nach dem Austrocknen erhärtet, geringes Gewicht) vielfältige Anwendungen ermöglicht und deswegen den Dämmstoff neu definiert.

Aktive Mitarbeit gefordert
Anschließend leitete VÖEH-Obfrau Christa Pachler zur eigentlichen Generalversammlung über. Sie zeigte sich erfreut, dass auch in diesen schwierigen Zeiten das Interesse an der Verbandsarbeit ungebrochen ist. Nach den formalen Tagesordnungspunkten berichtete der technische Referent des Verbandes, Ing. Markus Brandstätter, über alle technischen Maßnahmen und Aktivitäten sowie über die kontinuierliche Marketingstrategie, die Probleme und Lösungen von Estrichlegern bei den Zielgruppen wie Planern und Bauherrn zum Thema macht. Er richtete auch den eindringlichen Appell an die Mitglieder, sich aktiv mit Ideen, Anregungen, Wünschen und gegebenenfalls auch mit Kritik einzubringen. „Unsere Verbandsaktivitäten sind als Teil von gemeinsamer Verwirklichung aller Mitglieder zu sehen“, so Brandstätter.

Vision für die nächsten Jahre
Das betreffe auch die weitere zukünftige Entwicklung des Verbandes. Unter dem Titel „Fit for Future“ präsentierte er die Vision des Vorstands in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Estrichbranche wieder zu stärken und Stärken zu bündeln, Qualität und Ansehen zu steigern, die Bildung im schwierigen Gewerk Estrich zu forcieren und schlussendlich den Profit zu erhöhen. Walter Riegler, Referent für Qualität und Ausführung, sprach abschließend über seine Tätigkeit als VÖEH-Ombudsmann. Er berichtete von Hinweisblättern in Ausführung und Planung, die Teilnahme an Ausschüssen und Arbeitskreisen und präsentierte den Entwurf des Hinweisblattes 4.1 Meterriss, das Empfehlungen in Bezug auf technisch notwendige Eckpfeiler und die Zuständigkeiten bei der Herstellung des Meterrisses im Fußbodenbau behandelt. Er ersuchte die zukünftigen Anwender, ihm Ergänzungen und Hinweise mitzuteilen, damit die laufende Wartung dieses Merkblattes möglich ist.



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